Kulturelles

Meine Empfehlungen

Adventskonzerte

Tanz & Art Rheinsberg e.V. veranstaltet an drei Adventssamstagen virtuose Konzerte:

  2. Dezember 2023 - Andrej Ur mit der Violine

  9. Dezember 2023 - Yvonne Grünwald, Akkordeon

16. Dezember 2023 - Jördis Hoppe, Mandoline


7. Oktober 2023, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

5 Mühlen im Landkreis OPR, Führungen, Bürgerdiskussion "Soziale und ökologische Verantwortung tragen – Klimawandel und erneuerbare Energie in Brandenburg"
Kaffee und Snack

das Programm >>

Mühlenreise nach Wustrau, Dorf Zechlin, Bechlin, Katerbow und Kränzlin war erfolgreich und sehr spannend: Energiegewinnung, Technik, Handwerk, Landwirtschaft und ein Stück Romantik, alles im Ehrenamt der Mühlenbesitzer. Respekt!


Veranstaltungsreihe „Kunst zur Zeit"

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

zum nunmehr vierten Mal lädt der Landtag Brandenburg vom 20. Juli bis zum 24. August 2023 wie-
der jeden Donnerstag um 18:00 Uhr zu seiner Sommer-Veranstaltungsreihe „Kunst zur Zeit“ im In-
nenhof.
Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Kultur und Literatur aus Bran-
denburg. Darüber hinaus bietet der Landtag allen Interessierten an, sich vor Ort über die Arbeit des
Parlaments zu informieren sowie das Gebäude und die Ausstellungen zu besuchen.
Das Programm von „Kunst zur Zeit“ 2023 im Einzelnen:

20. Juli 2023
Brandenburger Symphoniker, u. a. mit der Symphonie g-Moll KV 550 von Wolfgang Amadeus Mozart | Dirigat: Andreas Spering, Solistin: Sibylle Mahni (Horn) | Brandenburg an der Havel

27. Juli 2023
Pulsar Trio | Progressiver Jazz mit Sitar, Piano und Drums | Potsdam

3. August 2023
„Landmusik“: Die Fercher ObstkistenBühne präsentiert „Märkisches-Holzpantinen-Literatur-und-Musik-Theater-im-Grünen“ | Schwielowsee

10. August 2023
„Märkische Leselust“ | Hans Otto Theater | Hans-Jochen Röhrig und Sabine Arnhold lesen aus Fontanes „Unterm Birnbaum“ | Tuba: Janni Struzyk| Potsdam

17. August 2023
Hornquartett des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt | Frankfurt (Oder)

24. August 2023
Serbski ludowy ansambl | Sorbisches National-Ensemble mit „Dudelsack & Freunde“ | Sorbische Volksinstrumente und Musik

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihre Prof. Dr. Ulrike Liedtke

Hinweis:
Mit der Teilnahme erklären Sie und gegebenenfalls Ihre Begleitung sich damit einverstanden, dass Sie eventuell auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landtages Brandenburg verwendet werden.


30Orgel 1 - Eröffnung des Symposiums „Der authentische Klang“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum 300. Jubiläum der Joachim Wagner Orgel im Dom zu Brandenburg, Dom-Aula 22. Juni 2023

Vor einem Jahr dachten wir darüber nach, ob wir feiern sollten oder nicht. Letztlich entschieden wir uns, das 300. Jubiläum der Joachim Wagner Orgel im Dom zu Brandenburg nicht einfach vorübergehen zu lassen. Gründe gibt es viele. Der Hauptgrund ist der authentische Klang dieser Wagner Orgel, der am besten erhaltenen von allen 52 Orgeln, die Joachim Wagner baute. Was macht ihn aus, diesen authentischen Klang? Die Orgel wurde gebaut, als Johann Sebastian Bach noch lebte, also „seine“ Orgel, auch wenn er nie daran gespielt hat.

Die Gründe für ein Symposium sind weit vielfältiger: Wir haben es zu tun mit einem Meisterstück des Handwerks, das Metallbau, Holzbau und viele weitere Gewerke verbindet. Eine Orgel ist Meisterstück und Kunstwerk zugleich, Ergebnis wissenschaftlicher Erkundungen, bildkünstlerische Arbeit und akustisches Rechnen und Wissen. Die Orgel im Kirchenraum steht für Raum und Zeit, um Unendlichkeit hörbar zu machen. Jede besondere Orgel entstand für eine besondere Kirche. Darüber hinaus hat die Orgel liturgische und konzertante Funktion zugleich, Orgellandschaften in Deutschland wurden zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Heute geht es um die Besonderheit dieser Joachim Wagner Orgel.

So entstand ein Festprogramm, das der Musikbeirat des Domstifts zusammenstellte. Ein Kuratorium vereint Spezialisten aus Musik, Kirche, Handwerk, Lehre und Politik. Referenten und Moderatoren wurden gefunden und nicht zuletzt auch Unterstützer wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung. Herzlich danken wir dafür!

In unserem Symposium widmet sich der erste Tag der historischen Orgel und der zweite Tag der Verwendung dieser Orgel heute. Dabei war es wichtig, auch die Orgelgesellschaften in Brandenburg und darüber hinaus zusammenzuführen, die Joachim Wagner Gesellschaft, die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, das Institut für Orgelforschung Berlin-Brandenburg und natürlich Organisten, Komponisten, Musikwissenschaftler und Orgelbaumeister, allen voran die Firma Schuke in Werder. Denn Brandenburg ist ein Orgel-Land.

Als Musikwissenschaftlerin durfte ich schon öfter Symposien konzipieren und durchführen – diesmal hat kein Referent sein Thema geändert, niemand benötigt die gesamte Bühnentechnik mindestens der Berliner Staatsoper für seine Vortragspräsentation, es hat auch niemand erklärt, dass er so tief im Thema steckt, dass sein Vortrag erst im nächsten Jahr reif für die Öffentlichkeit sei. Das zeigt, ein Ziel eint uns: auf die Joachim Wagner Orgel aufmerksam zu machen, sie in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken in Brandenburg als Land und als Stadt, dazu gehört unzweifelhaft die wissenschaftliche Reflektion und der Diskurs.

Danke, dass Sie sich alle beteiligen.

30Orgel 2 – Zum Abschluss des Symposiums, 23. Juni 2023

Ganz herzlich möchte ich mich bei allen bedanken, die dieses Symposium vorbereitet und durchgeführt haben. Gestatten Sie mir eine Zusammenfassung der Ergebnisse, soweit ich Sie verstanden habe, in gebotener Knappheit:

Erstens: Joachim Wagner ist kein „märkischer Silbermann“, diese Formulierung wird in unseren Texten zur Orgel nicht wieder auftauchen, weil sie Joachim Wagner nicht gerecht wird. Er braucht nicht die Unterstützung von Silbermann, nur weil dessen Werkstatt quasi bei uns um die Ecke lag. Wagner war auch kein Geselle, sondern schon ein erfahrener Orgelbaumeister, als er bei Silbermann arbeitete.

Zweitens: Interessant für die Entwicklung Joachim Wagners ist die norddeutsche Orgelschule, wir müssen uns beschäftigen mit Arp Schnittger, mit seinem Lehrer Cord Kröger und Rückschlüsse auf den Orgelbau Joachim Wagners ziehen.

Drittens: Interessant scheint mir zu sein, w e r die Joachim Wagner Orgel im Dom zu Brandenburg gespielt hat, w a s er gespielt hat und w i e er gespielt hat.

Viertens: Wir dürfen nicht nachlassen, nach neuen Formaten zu suchen für die Orgelkonzerte. Die Orgel im Raum, Standortwechsel des Publikums, neue Musik für Orgel, alle derzeit prominenten Organisten in einem Konzert an einem Tag usw.

Fünftens und das ist der Werbeblock: Parallel zu unserem Symposium findet die Ausstellung Curie Eleison in der Petrikapelle gegenüber dem Dom statt. Die Anrufung Gottes steht auch für Curie als Maßeinheit in der Radiologie und sie ist eine Hommage an Marie Curie, die Radiologin. Für die Ausstellung wurden Pflanzen geröntgt und Musik zu jeder einzelnen Pflanze komponiert. Es gibt 10 Bilder von geröntgten Pflanzen, zu jedem Bild gehört eine Musik, ein Licht zeigt an, zu welchem Bild gerade die Musik erklingt. Sehens- und hörenswert! Die Vernissage eröffnete ein Röntgenarzt!

Nun möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei unseren beiden Moderatoren Claus Fischer und Juliane Felsch, bei allen Referenten, beim Musikbeirat des Domstifts und beim Kuratorium 300rgel. Ganz besonders danke ich Herrn Kirchenmusikdirektor Marcell Fladerer-Armbrecht. Ich möchte ihm zwei Broschüren schenken, die erste ist vom Verein Neue Musik Brandenburg und beinhaltet Porträts aller aktuellen Komponistinnen und Komponisten im Land Brandenburg, Helmut Zapf ist der letzte mit dem Buchstaben Z. Und das zweite Büchlein beinhaltet einen Aufsatz von mir zum Thema „Welche Kirche braucht Kirchenmusik“, wir haben uns darüber ausgetauscht und ich fragte Marcell Fladerer-Armbrecht, wie provokant ich sein darf. Er meinte, das darf man immer!

Vielen herzlichen Dank Ihnen allen und nun wünsche ich uns gute Konzerte.

30Orgel 3 – Musikfest am Dom,
Dom, Petrikapelle, Dom, Kreuzgang, Friedgarten 24. Juni 2023

Eine 300-Jährige hat uns alle zu ihrem Geburtstag eingeladen, mit warmer Stimme voller Schönheit und weise. Sie hat viel erlebt, die Königin der Instrumente, ihr Holz arbeitet seit 300 Jahren in ihr, sie hat sich verändert, ist vollkommener geworden. Und sie hat die Schäden in ihrem Kirchenraum ebenso erlebt wie deren liebevolle Restaurierung. Wir lauschen ihr und staunen über das ganze Orchester der Königin der Instrumente, 2010 Pfeifen, 33 Register. Bestens geeignet für die Werke von Johann Sebastian Bach, nahezu authentisch.

Wir ehren auch ihren Erbauer Joachim Wagner. 52 Orgeln hat er geschaffen, 15 davon sind noch erhalten, die im Dom zu Brandenburg am besten. Ständig unterwegs mit Gesellen, Fuhrwerken und Pferden, das Handwerkszeug stets im Gepäck, auf der Suche nach dem idealen Klangbild einer Orgel. Das suchen wir heute auch hier im Dom zu Brandenburg - mit den Klängen der 300-jährigen Joachim- Wagner-Orgel und Kirchenmusikdirektor Marcell Fladerer-Armbrecht, mit den Klängen eines Vibrafons und Oli Bott und mit dem Blechbläserensemble Hauptstadtblech. Danach gibt es die Möglichkeit, die Klänge von Bajan, Bandoneon und Accordina mit denen der Orgel zu vergleichen in der Petrikapelle, im Kreuzgang erwarten uns gregorianische Choräle mit Vox Nostria. Improvisationswünsche an den Organisten David Franke können Sie am Eingang zum Dom abgeben und er wird entsprechende Orgelstücke für Sie spielen. Wenn Sie dann immer noch nicht genug haben, erwartet Sie Jazz im Friedgarten mit Organic four.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Musikfest!


Mandoline ist Instrument des Jahres 2023!